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		<title>Noch bist du da</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 13:42:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Wirf deine Angst in die Luft. &#8211; Bald ist deine Zeit um &#8211; bald wächst der Himmel &#8211; unter dem Gras fallen deine Träume &#8211; ins Nirgends. Noch duftet die Nelke &#8211; singt die Drossel &#8211; noch darfst du lieben  -  Worte verschenken &#8211; noch bist du da. &#8211; Sei was du bist. &#8211; Gib [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wirf deine Angst in die Luft. &#8211; Bald ist deine Zeit um &#8211; bald wächst der Himmel &#8211; unter dem Gras fallen deine Träume &#8211; ins Nirgends. Noch duftet die Nelke &#8211; singt die Drossel &#8211; noch darfst du lieben  -  Worte verschenken &#8211; noch bist du da. &#8211; Sei was du bist. &#8211; Gib was du hast.<em> -  Gedicht von Rose Ausländer (1977)</em></p>
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		<title>Kann denn Liebe Sünde sein?</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 08:29:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wilfried Reuter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Sind Sexualität und Spiritualität vereinbar oder wirken sie nicht eher wie Feuer und Wasser? Der bekannte buddhistische Lehrer und praktizierende Frauenarzt Dr. Wilfried Reuter ist der Ansicht, dass spirituelles Wachstum und Sexualität miteinander vereinbar sind: „Wir sollten Sexualität nicht unterdrücken, sondern sie in unser Leben integrieren.“</p> <p>Manche Menschen empfinden sexuelles Erleben geradezu als bedrohlich: &#8220;Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sind Sexualität und Spiritualität vereinbar oder wirken sie nicht eher wie Feuer und Wasser? Der bekannte buddhistische Lehrer und praktizierende Frauenarzt Dr. Wilfried Reuter ist der Ansicht, dass spirituelles Wachstum und Sexualität miteinander vereinbar sind: „Wir sollten Sexualität nicht unterdrücken, sondern sie in unser Leben integrieren.“</p>
<p><span id="more-495"></span>Manche Menschen empfinden sexuelles Erleben geradezu als bedrohlich: &#8220;Ich erlebe Sexualität, wenn ich sie zulasse, als ungeheuer mächtig, bedrohlich und besetzend. Ich möchte mich aber nie wieder so weich und fremdgesteuert erleben und blockiere deswegen alle Versuche in mir, jemanden kennenzulernen&#8221;, so eine Kursteilnehmerin.</p>
<p>Manche Menschen instrumentalisieren sexuelle Energie: &#8220;Er hilft mir danach beim Putzen&#8221; oder &#8220;Ich kann danach besser einschlafen&#8221;. Wieder andere überhöhen diese Kraft: &#8220;Bewusstsein jubelt in Körperzellen&#8221;, &#8220;Schöpfungsrausch göttergleich&#8221;, &#8220;Feuer der Erde&#8221; oder &#8220;Lust der Einigkeit im Augenblick&#8221; waren Äußerungen aus dem Kurs &#8220;Sex und Spiritualität&#8221;, der im November 20IO in unserem Meditationszentrum Lotos Vihara in Berlin abgehalten worden war.</p>
<p>Manche suchen in Zeiten der Sorge und Bedrückung Linderung in der Sexualität, lassen also sexuelles Erleben zu ihrer Zuflucht werden. Für wiederum andere, unter anderem in spirituellen Kreisen, gilt Sexualität als &#8220;abwärts führend&#8221;, da sie doch mit Leid verursachender Begierde verbunden ist.</p>
<p><strong>Begierden und Befreiung: ein Gegensatz?</strong></p>
<p>Sind Sexualität und Spiritualität vereinbar? Ist Sexualität nicht Sünde, Sünde im Sinne von &#8220;in die Trennung führend&#8221;? Sexuelle Begierde führt im Allgemeinen schnell nach außen, führt dazu, dass Du Dich auf bestimmte Menschen fixierst. Daraus können sich Unsicherheiten, Abhängigkeiten, ja, geradezu Blockaden entwickeln. Vor diesem Hintergrund fragen Menschen, die an ihrer spirituellen Entwicklung interessiert sind, oft: &#8220;Lassen sich Sexualität und spirituelle Praxis überhaupt verbinden oder wirken sie nicht eher wie Feuer und Wasser?&#8221;</p>
<p>Mit dem Hinweis, dass hinter der sexuellen Energie die Kraft aller drei Triebe steht &#8211; des Daseinstriebs, des Ich-Bestätigungstriebs und des Sinnlichkeitstriebs &#8211; werde ich oft gefragt: &#8220;Führt das Ausleben dieser Triebkräfte nicht immer wieder in die Begrenztheit und Abhängigkeit? Halten uns diese Triebkräfte nicht gefangen in der Bedürftigkeit, indem sie uns immer wieder in die Identifikation treiben?&#8221;</p>
<p>&#8220;Wenn ich keinen Sex mehr haben kann, dann ist doch mein Leben sinnlos und so gut wie zu Ende&#8221;, äußerte eine Patientin in meiner Sprechstunde. Viele Männer lassen sich allein deshalb nicht sterilisieren, weil sie eine Einschränkung ihrer sexuellen Möglichkeiten befürchten. Solange Du Sinn und Zufriedenheit abhängig machst von erfüllter Sexualität, lebst Du sehr gefährlich. Du wirst immer wieder Unruhe, Angst und Enttäuschungen erleben. Die Buddha-Lehre hingegen will Dich zu einem Leben von Erfüllung und Glück führen, das von nichts abhängig ist, somit aber auch nichts ausgrenzen muss.</p>
<p><strong>Buddhas Lehre schafft keine Trennung </strong></p>
<p>Für mich gehört zum &#8220;Geschmack&#8221; des Dhamma (der Lehre des Buddhismus), keine Trennung zu schaffen zwischen Spiritualität und Alltag und für Nichtordinierte (nicht im  Kloster lebende Laien) – auch keine Trennung zwischen Spiritualität und Sexualität. Vielmehr bedeutet Dhamma-Praxis für mich, Bewusstheit in alle inneren und äußeren Aspekte meines Erlebens einfließen zu lassen.</p>
<p>Solange bestimmte Bereiche ausgeblendet werden, kann ich sie nicht läutern und schon gar nicht transzendieren. Ein Beispiel: Hinter den meisten sexuellen Problemen, so versichern Sexualtherapeuten, stehen Angst vor Nähe, Intimität oder Liebe. Während Sexualtherapie Dein Problem aufzulösen versucht, will uns spirituelle Praxis mit unserem inneren Reichtum verbinden. Dieses zu erleben, entzieht dem beschriebenen Problem die Wurzel.</p>
<p>Um inneren Reichtum zu erleben, braucht es Verständnis, innere Balance und Klarheit. Um Dich zu verstehen, braucht es, dass Du Dich Dir selbst zuwendest, Dich erspürst und akzeptierst. Du kannst nichts verändern oder transzendieren, was Du nicht vorher erlebt und akzeptierst hast.</p>
<p>Somit geht es in spiritueller Praxis nicht darum, gegen sexuelle Energie anzugehen oder sie zu unterdrücken, sondern sie zu integrieren. Integrieren bedeutet nicht, sie automatisch auszuagieren. Unterdrückte Energie kann jedoch die Wahrnehmung verzerren und somit Verständnis blockieren. Mit anderen Worten: Ob Sexualität für Dich eine Chance oder eine Gefahr bedeutet, hängt davon ab, wie Du mit ihr umgehst.</p>
<p>Der Buddha hat Sexualität bei häuslich lebenden Menschen nicht abgelehnt, solange sie in einer liebevollen Beziehung gelebt wird. Ein Austausch der Liebe ist die Praxis der Tugendrichtlinien. Solange die Liebe fehlt, können leicht destruktive Verhaltensweisen dominieren, zum Beispiel unter Druck zu setzen, Forderungen aufzustellen, Schuldgefühle zu provozieren.</p>
<p>&#8220;Mit meinem sexuellen Verhalten will ich Dir keinen Schmerz zufügen. In meiner Sexualität mit Dir will ich einfühlsam und verantwortungsbewusst handeln&#8221; &#8211; das geloben sich in unserem Meditationszentrum die Paare anlässlich ihrer Hochzeitszeremonie.</p>
<p><strong>Integriere alles in Deine Praxis </strong></p>
<p>&#8220;Integriere alles in Deine Praxis, mach Dein ganzes Leben zu einem Heiligtum&#8221;, empfiehlt der indische Weise Nisargadatta Mahavaj. Um Sexualität in dieses Heiligtum zu integrieren, braucht es Verständnis bezüglich der Bedürfnisse, die dabei berührt werden, zum Beispiel nach Nähe, menschlicher Wärme, Wertschätzung, Wirksamkeit. In einer Beziehung, in der sich Erotik mit Liebe verbindet, wird die Erfüllung dieser Bedürfnisse möglich.</p>
<p>Prostituierte werden sich nie auf die Erfüllung dieser Bedürfnisse einlassen können. Als äußeres Zeichen werden sie zum Beispiel nicht küssen. Eine meiner Patientinnen arbeitet als Prostituierte, und sie kam tief gekränkt zu mir, weil ihr Freund und Zuhälter eine andere Frau geküsst hatte. Die Bewusstwerdung der genannten Bedürfnisse lässt zudem erkennen, dass Sexualität nur eine neben anderen Möglichkeiten ist, diese zu stillen.</p>
<p><strong>Sexualität bedeutet Herausforderung </strong></p>
<p>Sexualität, ob ausgelebt oder nicht, wird Dich immer wieder neu herausfordern. Und immer wieder kannst Du Dich verstricken. &#8220;Keine Gestalt kenne ich, die den Geist des Mannes/der Frau so fesselt wie die Gestalt, die Stimme, der Duft der Frau/des Mannes. Die Gestalt (etc.) des Mannes fesselt den Geist des Weibes&#8221;, lehrt der Buddha in der Lehrrede &#8220;Mann und Weib&#8221;. Solange Du zulässt, dass sexuelle Energie Dich fesselt, bist Du gefangen in Schwierigkeiten, unabhängig ob Du hetero-, homo- oder bisexuell bist. &#8220;Ich empfinde mein sexuelles Sein als eng, bedrückend, manchmal nahezu bedrohlich. Und meine Sehnsucht richtet sich auf eine freudvolle, offene, leichte, in ihrem Wesen liebevolle und im besten Sinne neugierige Sexualität&#8221;, schrieb eine Kursteilnehmerin.</p>
<p>Um Sex mit spiritueller Praxis zu verbinden und Offenheit, Freude und Leichtigkeit in sie einfließen zu lassen, braucht es unter anderem ein Gewahrsein der mit Sex verbundenen Verlockungen und &#8220;Stolpersteine&#8221;.</p>
<p>Wie bei allem angenehmen Erleben kann sie den Geist besetzen und das Interesse an der Meditationspraxis verdrängen. Angst, Ärger und Kummer können aufkommen, wenn Bedürfnisse unerfüllt bleiben. Und viel Schaden kann entstehen, wenn die Tugendrichtlinien gebeugt werden. &#8220;Einige führt Sexualität zur Heiligkeit, für andere ist sie der Weg in die Hölle, es kommt ganz auf den persönlichen Zugang an&#8221;, bemerkte Henry Miller.</p>
<p><strong>Ist Selbstbefriedigung schlecht?</strong></p>
<p>Immer wieder werde ich gefragt, ob Selbstbefriedigung &#8220;schlecht&#8221; sei für spirituelles Wachstum. Der Buddha hat nach meinem Verständnis nicht in den Kategorien von gut und schlecht gelehrt, wohl aber hat er von hilfreichem, heilsamem, förderlichem Verhalten gesprochen oder aber von deren Gegenteil. Und der Buddha hat Achtsamkeit gelehrt. Achtsamkeit beginnt mit offener, liebevoller Zuwendung, nicht mit &#8220;sollte&#8221;, &#8220;müsste&#8221;, &#8220;du darfst nicht&#8221;. Du führst Achtsamkeitspraxis und Sexualität zusammen, indem Du bewusst und freundlich die Bereiche Deines Körpers erfühlst, in denen sich sexuelle Energie entfaltet.</p>
<p>Lusterleben ist verbunden mit körperlichen Empfindungen. Du akzeptierst Dein Verlangen (oder Nichtverlangen) ohne zu agieren, auch ohne zu unterdrücken, schließlich ohne zu nähren. Erlebe den körperlichen Niederschlag Deiner Lust: Hitze, Druck, Bewegung, Energie. Spüre, wie diese Energie nach Handeln drängt. Aber verknüpfe sie in Deiner Vorstellung nicht mit einem Menschen, von dem Du Stillung erwartest.</p>
<p>Jeder Moment des bewussten Spürens ist ein Moment ohne Gedanken. Nicht manipulativ mit dieser Energie zu praktizieren, vergleicht der Autor John Welwood mit dem Surfen auf einer brausenden Woge. &#8220;Sie sind eins mit der Kraft der Welle und das fühlt sich beseligend an. Wenn das Reiben des Verlangens wie das Surfen auf einer Welle ist, dann ist das Mitgerissenwerden vom Verlangen wie das Herumgeworfen werden von den Strömungen.&#8221;</p>
<p>Mit den Sexgefühlen, mit der Kraft der Triebe zu praktizieren, Bewusstheit in sie einfließen zu lassen, führt zur Läuterung. Die Läuterung besteht im Nichtbesetztsein und Erkennen: Empfindungen und Gefühle gehören zu mir, doch ich bin mehr als diese Gefühle. Mit anderen Worten: Du hast eventuell noch Lust, doch die Lust hat nicht mehr Dich.</p>
<p><strong>Im Tanz der Liebe Begrenzung auflösen </strong></p>
<p>Nach meinem Verständnis geht es im Dhamma nicht um Sinnesfeindlichkeit, nicht um Unterdrücken oder Verleugnen, sondern um ein Überwachsen, ein Überwinden jeder Begrenzung und damit verbundenen Bedürftigkeit. Es geht darum, mit innerer und äußerer Vielfältigkeit vertraut zu werden, um das jede Vielfalt Verbindende zu erkennen. Sich auf diese Weise nicht mehr von Vielfalt blenden zu lassen, ermöglicht, Einheit zu erleben. Im Erleben von Einheit sind alle Bedürfnisse gestillt.</p>
<p>Im Weiteren geht es schließlich darum, nicht neue Fronten zwischen Vielfalt und Einheit zu schaffen, sondern deren Untrennbarkeit zu erleben. Der Weg dazu ist die Entfaltung eines liebevollen Herzens. &#8220;Liebe und dann tue, was Du willst&#8221;, sagt Augustinus. Liebe ist ohne Forderungen, Liebe braucht nicht, Liebe besetzt nicht, und wenn Du Dich nicht besetzen lässt, kannst Du wachsen. Liebe ermöglicht, über Vorlieben und Abneigungen, über Lust und Unlust, über innere und äußere Kräfte hinauszuwachsen. Und weil die Liebe nicht braucht, kann &#8211; wenn Du die Liebe in Dir fühlst &#8211; der Tanz beginnen: sich annähern, einlassen, zulassen, mitfließen lassen, eins werden lassen, vereinigen, verschmelzen . . .</p>
<p>In jedem Moment, in dem sich persönliche Begrenzungen auflösen, offenbart sich Erfüllung. Doch nach dem Moment völliger Offenheit, völligen Einklangs schwingt das Pendel wieder zurück in die Welt der vielfältigen Wünsche, Vorlieben und Bedürfnisse. Sich jetzt nicht neu zu verfangen, sondern den Tanz weiterzutanzen, das Pendel weiter schwingen zu lassen, ohne sich im Wiederhabenwollen und Festhalten neu zu begrenzen, führt zu Leichtigkeit, Freude und Inspiration. Deine Freude und Inspiration entspringen nicht der Lust, auch nicht dem äußeren Geschehen, sondern einem Gewahrsein der Liebe und des Reichtums, einer Praxis, die Dich in diese Richtung führt. Ein Üben, eine Praxis, die Dich in Deine Richtung führt &#8211; kann eine solche Praxis Sünde sein?</p>
<p><em>Die Veröffentlichung des Artikels in diesem Internetportal erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Autors.</em><strong><em><br />
Dr. Wilfried Reuter</em></strong><em> wurde 1952 geboren. Nach Jahren der Suche und der Praxis in verschiedenen spirituellen Traditionen fand er Anfang der 90er-Jahre zu Ayya Khema. Die buddhistische Nonne und international bekannte Meditationsmeisterin wurde seine wichtigste Lehrerin. Wilfried Reuter ist spiritueller Lehrer des Meditationszentrums Lotos Vihara und niedergelassener Frauenarzt in Berlin-Kreuzberg. Weitere Infos: www.lotos-vihara.de </em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Hier scheiden sich die Geister</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Aug 2011 20:50:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ho Tetsu</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Eines Tages kam ein Bekannter zum griechischen Philosophen Sokrates gelaufen. &#8220;Höre, ich muss dir berichten, wie dein Freund&#8230;.&#8221; &#8220;Halt ein&#8221; unterbrach ihn der Philosoph. &#8220;Hast du das, was du mir sagen willst, durch drei Siebe gesiebt?&#8221; &#8220;Drei Siebe? Welche?&#8221; fragte der andere verwundert. &#8220;Ja! Drei Siebe! Das erste ist das Sieb der Wahrheit. Hast du [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eines Tages kam ein Bekannter zum griechischen Philosophen Sokrates gelaufen. &#8220;Höre, ich muss dir berichten, wie dein Freund&#8230;.&#8221; &#8220;Halt ein&#8221; unterbrach ihn der Philosoph. &#8220;Hast du das, was du mir sagen willst, durch drei Siebe gesiebt?&#8221; &#8220;Drei Siebe? Welche?&#8221; fragte der andere verwundert. &#8220;Ja! Drei Siebe! Das erste ist das Sieb der Wahrheit. <span id="more-405"></span>Hast du das, was du mir berichten willst, geprüft ob es auch wahr ist?&#8221;</p>
<p>&#8220;Nein, ich hörte es erzählen, und&#8230;&#8221; &#8220;Nun, so hast du sicher mit dem zweiten Sieb, dem Sieb der Güte, geprüft. Ist das, was du mir erzählen willst &#8211; wenn es schon nicht wahr ist &#8211; wenigstens gut?&#8221; Der andere zögerte. &#8220;Nein, das ist es eigentlich nicht. Im Gegenteil&#8230;..&#8221; &#8220;Nun&#8221;, unterbrach ihn Sokrates, &#8220;so wollen wir noch das dritte Sieb nehmen und uns fragen, ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich so zu erregen scheint.&#8221; &#8220;Notwendig gerade nicht&#8230;.&#8221; &#8220;Also&#8221;, lächelte der Weise, &#8220;wenn das, was du mir eben sagen wolltest, weder wahr noch gut noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste weder dich noch mich damit.&#8221;</p>
<p>Wie zu allen Zeiten, so wird auch heutzutage viel zu viel geredet und getratscht. Da wird vermutet, übertrieben und gelogen, um sich anderen gegenüber zu profilieren. Natürlich ist es notwendig, miteinander zu kommunizieren, aber wir sollten sorgfältig darauf achten, was wir reden. Wenn wir beispielsweise uns dazu hinreißen lassen, über andere zu lästern, dann sollten wir sofort innehalten und uns bewusst machen, was da eigentlich abläuft. Denn mit Worten kann sehr viel Leid erzeugen werden.</p>
<p>Hier scheiden sich die Geister. Während große Teile unserer Gesellschaft unter Karrierestreben, Gier, Neid, Sorgen und Einsamkeit leiden, haben wir uns dem achtsamen Umgang mit den Ressourcen der Natur und der menschlichen Gemeinschaft verschrieben. Wir wollen uns befreien von Angstzuständen, Schuldgefühlen, Melancholie und Depression, von Verschwendung und Unterdrückung, von Konsum als Ersatz für ein langweiliges Leben.</p>
<p>Eine Übung der Achtsamkeit wäre es, wahrhaftig und aufbauend reden zu lernen und nur so sprechen, dass Hoffnung und Vertrauen geweckt werden. Wer sich dazu entschließen kann, nichts Unwahres zu sagen, weder aus Eigeninteresse, noch um andere zu beeindrucken, der macht den ersten Schritt auf dem Zen-Weg. Dazu gehört auch, keine Nachrichten zu verbreiten, für deren Wahrheitsgehalt wir uns nicht verbürgen können und nichts zu kritisieren oder zu missbilligen, worüber wir nichts Genaues wissen. Andererseits sollten wir Unrecht nicht einfach geschehen lassen, sondern mutig dagegen vorgehen, selbst dann, wenn wir dadurch unsere eigene Sicherheit gefährden.</p>
<p>Ein Mangel an Kommunikation kann Trennung bewirken und Leiden schaffen. Gerade in unserer so schnelllebigen Zeit, sind mitfühlendes Zuhören und liebevolle Rede besonders notwendig. Deshalb wäre es gut, wenn wir achtsam zuhören könnten, ohne zu bewerten oder zu reagieren und es unterlassen, Worte zu äußern, die Zwietracht säen. Unser Ziel sollte es sein, die Kommunikation aufrechtzuerhalten, zu versöhnen und Konflikte zu lösen, so klein sie auch sein mögen.</p>
<p>Religiöser Fanatismus und Intoleranz haben zu allen Zeiten viel Elend über die Menschheit gebracht. Deshalb wollen wir keine Ideologien vergöttern und uns nicht an sie binden. Die überlieferten Lehren und Weisheiten des Zen-Buddhismus sind nur Hilfsmittel, die es uns ermöglichen, durch Meditation Verständnis und Mitgefühl zu entwickeln. Sie sind keine Dogmen, für die gekämpft, getötet oder gestorben werden sollte. Wir sind uns bewusst, dass unser derzeitiges Wissen keine unveränderliche, absolute Wahrheit ist. Da sich Wahrheit nur im Leben selbst findet, versuchen wir in jedem Augenblick, das Leben in uns und um uns herum achtsam wahrzunehmen.</p>
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		<title>Die Wurzel allen Übels</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jul 2011 12:59:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Wenn wir unser Leben betrachten, kann nichts von dem, was passiert, als zufällig bezeichnet werden. Jeder hat seinen eigenen Pfad der Entwicklung, und manchmal sieht es aus, als würden wir alle in verschiedene Richtungen gehen. Einige Leute sagen, sie seien auf der Suche nach Frieden oder Geistesfrieden, andere sagen, sie suchten Freiheit oder Befreiung. Einige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn wir unser Leben betrachten, kann nichts von dem, was passiert, als zufällig bezeichnet werden. Jeder hat seinen eigenen Pfad der Entwicklung, und manchmal sieht es aus, als würden wir alle in verschiedene Richtungen gehen. Einige Leute sagen, sie seien auf der Suche nach Frieden oder Geistesfrieden, andere sagen, sie suchten Freiheit oder Befreiung. <span id="more-366"></span>Einige von uns wollen sich wahrhaft unabhängig, bestätigt oder ermächtigt fühlen. Obwohl wir verschiedene Dinge sagen, suchen oder bemühen wir uns in Wirklichkeit um das Gleiche: Wir wollen frei sein vom Leiden.</p>
<p>Als der Buddha über den Pfad der spirituellen Entwicklung sprach und darüber, wie man bleibenden Frieden finden könne, ermahnte er seine Schülerinnen und Schüler, sich auf die Wurzel des Problems zu konzentrieren und sich nicht von den Blättern und Ästen ablenken zu lassen. Andererseits sagt uns die westliche Kultur, dass wir uns für viele verschiedene Dinge interessieren sollten, und so vergingen Jahrhunderte, in denen wir uns mit allen möglichen Ablenkungen beschäftigt haben.</p>
<p>Tatsächlich ist die Wurzel des Problems nicht leicht zu erkennen. Sie ist einfach zu offensichtlich. Das heißt nicht, dass wir im Westen besonders dumm oder blind wären; selbst Shakyamuni Buddha fand es schwer, die Ursache des Leidens zu erkennen. Der Buddha verbrachte Jahre der Übung und ging durch viele Prüfungen, bevor er seine Entdeckung machte: Die grundlegende Ursache für unser Leiden ist Unwissenheit, Ignoranz &#8211; wir betrachten uns selbst als abgetrennt und unvollständig. Dies ist Verblendung, und sie führt zu Verlangen &#8211; Wollen, Begehren und Anhaftung. Das Wollen selbst ist die Ursache unseres Leidens.</p>
<p>Mittlerweile verstehen wir vielleicht schon ein wenig, wie Unwissenheit zu unserer Unzufriedenheit und Bedürftigkeit führt. Aber aufgrund unserer Konditionierung werden wir immer noch Widerstand verspüren zu erwachen. Es scheint, als wäre es eigentlich ganz einfach: Wenn meine Unwissenheit daher rührt, dass ich mich im Dunkeln aufhalte, dann muss ich bloß den Kopf heben, die Sichtweise verändern, einfach umkehren. Doch was bedeutet das &#8211; umkehren? Das heißt, wir müssen die Art und Weise, mit der wir die Welt normalerweise betrachten, verändern &#8211; die Perspektive, dass ich hier bin und alles andere dort draußen. Wenn ich die Welt niemals anders gesehen habe, glaube ich natürlich daran, dass ich sie sehe, wie sie wirklich ist, dass ich die Wirklichkeit sehe. Es kommt uns ganz einfach nicht in den Sinn, die Art zu verändern, mit der wir wahrnehmen.</p>
<p>Es ist sehr hilfreich, zu einem frühen Zeitpunkt der Praxis einen Einblick in die andere Seite der Wirklichkeit zu erhaschen. Selbst der kleinste Einblick wird einen Riss in unserem Panzer hinterlassen. Doch dafür müssen wir zuerst eine simple Frage stellen: &#8220;Gibt es außer meiner Sichtweise noch eine andere?&#8221;</p>
<p>Man kann unmöglich wissen, welche Lebenserfahrungen jemand gemacht haben muss, damit diese Frage aufkommt. Was brauchte es, dass wir hier sind, genau jetzt, in diesem Augenblick von Raum und Zeit? Nur von einigen wenigen dieser Kräfte können wir überhaupt wissen, denn wir sind das karmische Ergebnis von allem, was in der Vergangenheit passierte. Von allem! Es brauchte also genau das, was uns widerfuhr, damit wir da stehen, wo wir heute sind. Genau dieser Augenblick ist Dharma: vollkommen und vollständig als das gesamte Karma eines jeden, einer jeden von uns.</p>
<p>Sobald wir anfangen zu fragen, ob es da noch eine andere Weise gibt, die Realität wahrzunehmen, entsteht in uns ein dringendes Verlangen und eine Sehnsucht nach der Wahrheit. Wir wollen die Wahrheit verstehen, sehen, hören und fühlen. Doch wie jedes andere Verlangen auch, wird uns dieses Verlangen nach der Wahrheit leiden lassen. Um unser Leiden wirklich zu beenden, müssen wir unsere zugrunde liegende Krankheit heilen: Wir müssen alles Streben, Verlangen und Wollen beenden.</p>
<p>Es kann einen Schock verursachen, nach innen zu blicken und zu erkennen, wie viele Wünsche wir haben, und vielleicht tauchen daraufhin ernsthafte Zweifel in uns auf, ob es überhaupt möglich ist, jemals vom Leiden befreit zu werden. Wie sollen wir bloß unserem Verlangen ein Ende setzen, wenn wir in fast jedem Moment unseres Lebens wollen und begehren? Der Buddha entdeckte den Weg, und wir können es ebenfalls, denn seine Entdeckung wurde uns durch die Traditionslinie der verwirklichten Vorfahren übertragen.</p>
<p>Worin besteht dieser Schatz des Buddha, der so sorgsam bis zum heutigen Tag übertragen wurde? Durch Meditation können wir endlich den suchenden, strebenden Geist zur Ruhe bringen. Zazen selbst enthält die Antwort. Wenn wir einfach sitzen, mit geradem Rücken und trotzdem natürlich entspannt, können wir einfach nur sein. Am Anfang wird es ganz sicher weder natürlich noch entspannend sein. Es ist schlicht und einfach eine Menge harter Arbeit. Doch Sinn der Sache sind nicht Anstrengung und Kampf, sondern zu üben, bis unser Sitzen wahrlich mühelos ist. Das Ziel unserer Praxis ist es, zu entspannen, uns dem Leben hinzugeben und loszulassen.</p>
<p>Es ist wichtig, sich klarzumachen, was es bedeutet loszulassen. Loslassen bedeutet nicht, einfach zu tun, was wir wollen. Loslassen und sich dem Leben hingeben heißt, sich von Verlangen und Anhaften befreien. Zazen reicht bis zur Wurzel unseres Anhaftens, indem es uns unser wahres Selbst enthüllt  &#8211; unsere vollständige und ganze Buddha-Natur. Was könnten wir wohl noch verlangen oder brauchen, wenn wir erkannt haben, dass es von Anfang an überhaupt keinen Mangel gegeben hat?</p>
<p>In der Übung geht es darum, zu lernen, wie wir unsere wahre Natur in allem, was wir tun, erkennen und verkörpern können. Um in der Manifestation unserer wahren Natur vertrauensvoll, frei und freudig zu werden, brauchen wir viel Aufmerksamkeit und Übung. Zen-Meditation ist der Weg, dies zu erreichen. Durch Zazen lernen wir, zu sein, wer wir wirklich sind.</p>
<p><em>Auszüge aus „Der Pfad“ von Dennis Genpo Merzel Roshi, Aurum-Verlag</em></p>
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		<title>So und nicht anders</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jun 2011 18:46:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>&#8220;Das Problem ist nicht etwa, dass wir natürliche Begierden und Bedürfnisse haben. Es ist vielmehr, dass wir ein zwanghaftes Verlangen danach haben, dass unser Leben etwas anderes sein sollte als das, was es tatsächlich ist.&#8221; So der amerikanische Zen-Meister Brad Warner über die Ursachen des Leidens in seinem Buch &#62;Hardcore-Zen&#60;. &#8220;Leiden, Ursprung, Aufhebung, Weg. Diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Das Problem ist nicht etwa, dass wir natürliche Begierden und  Bedürfnisse haben. Es ist vielmehr, dass wir ein zwanghaftes Verlangen danach haben, dass unser Leben  etwas anderes sein sollte als das, was es tatsächlich ist.&#8221; So der amerikanische Zen-Meister Brad Warner über die Ursachen des Leidens in  seinem Buch &gt;Hardcore-Zen&lt;. <span id="more-274"></span>&#8220;Leiden, Ursprung, Aufhebung, Weg. Diese vier Stichworte bringen die vier edlen Wahrheiten auf den Punkt, über die Gautama Buddha in seinen ersten Reden sprach, nachdem er selbst die Erleuchtung erfahren hatte. Nach dem üblichen Verständnis besagt die erste Wahrheit, dass alles Leben leidet. Tatsächlich hat Buddha das Wort dukkha verwendet, ein Wort, das auf Pali eher so etwas wie &#8220;unbefriedigende Erfahrung&#8221; bedeutet. Die zweite edle Wahrheit wird traditionell so interpretiert, dass der Ursprung des Leidens Verlangen sei.</p>
<p>Die dritte Wahrheit wird üblicherweise so verstanden, dass die Aufhebung von Verlangen zur Aufhebung von Leiden führt. Die vierte ist die Wahrheit des rechten Weges, die in der Regel in der Form des edlen achtfachen Pfades beschrieben wird, der zur Aufhebung von Verlangen führt. Die acht Glieder sind folgende: rechtes Verstehen, rechtes Denken, rechte Rede, rechtes Handeln, rechte Lebensführung, rechte Anstrengung, rechte Achtsamkeit und rechte Sammlung (oder Konzentration).</p>
<p>Die erste edle Wahrheit, Leiden, steht für den Idealismus. Wenn du die Dinge von einem idealistischen Standpunkt aus betrachtest, nervt einfach alles. Nichts kann jemals den Ideen und Fantasien gerecht werden, die du geschaffen hast. Also leiden wir, weil die Dinge nicht so sind, wie wir sie gerne hätten. Anstatt uns dem zu stellen, was wirklich ist, ziehen wir es vor, uns zurückzuziehen und das, was wir durchmachen, mit unserem Ideal davon zu vergleichen, wie es sein sollte. Leiden ist das Ergebnis dieses Vergleichs.</p>
<p>Sogar körperliches Leiden läuft nach diesem Muster ab. Das habe ich vor einigen Jahr am eigenen Leib erlebt, als ich einen Nierenstein ausschied, wobei es sich angeblich um die schmerzhafteste Erfahrung handelt, die ein Mensch tatsächlich überleben kann. Ich weiß zwar nicht, ob das stimmt, aber ich kann dir versichern, dass der Schmerz ziemlich übel war. Und dennoch: Sobald ich es sein ließ, meine Vorstellung davon, wie ich mich fühlen sollte (nämlich frei von Schmerzen), mit dem zu vergleichen, wie ich mich tatsächlich fühlte (nämlich von enormen Schmerzen gepeinigt), verbesserten sich die Dinge deutlich. Versteh mich nicht falsch, es tat immer noch höllisch weh. Doch solange du nicht versuchst, vor der unvermeidlichen Hölle des Leidens davonzulaufen, wenn du es einfach zulässt, verwandelt sich deine gesamte Erfahrung völlig. Die buddhistische Autorin und Nonne Pema Chödrön nennt diese Wandlung &#8220;die Weisheit der Ausweglosigkeit&#8221;.</p>
<p>Dies führt zur zweiten edlen Wahrheit, der Entstehung des Leidens: unserem Wunsch, dass die Dinge anders sein sollten, als sie es sind, wo sie das doch gar nicht sein können. Die Dinge können niemals anders sein, als sie sind. Dieser Moment kann niemals anders sein, als er ist. Dieses &#8220;Verlangen&#8221; oder &#8220;Begehren&#8221;, von dem buddhistische Lehrer so oft sprechen, ist also nicht nur die Tatsache, dass wir ein großes Auto fahren wollen oder auf die vollbusige Rothaarige mit dem Nasenring oder den knackigen Pizzalieferanten scharf sind. Ohne Begierden können wir nicht leben. Und sollten es auch nicht.</p>
<p>Das Problem ist nicht etwa, dass wir natürliche Begierden und Bedürfnisse haben. Es ist vielmehr, dass wir ein zwanghaftes (und schlussendlich saudummes!) Verlangen danach haben, dass unser Leben etwas anderes sein sollte als das, was es tatsächlich ist. Wir tragen eine Welt in unserem Geist herum, die wir &#8220;perfekt&#8221; nennen, und haben eine Welt vor uns (und in uns), die diesem Bild einfach nicht gerecht werden kann. Das Problem dabei ist die Art und Weise, wie wir es unseren Begierden erlauben, uns davon abzuhalten, das zu genießen, was wir bereits haben.</p>
<p>Ist das verwirrend? Unsere Innenwelt kann sich ziemlich deutlich von dem unterscheiden, wie unser Gehirn sie gerne hätte. Das Hirn steht oft im Konflikt mit sich selbst. Du bist deprimiert, willst aber glücklich sein. Du bist geil, willst dich aber unter Kontrolle haben. Du bist total fahrig, willst aber konzentriert sein.</p>
<p>Die zweite edle Wahrheit sollte nie so verstanden werden, dass unsere natürlichen Bedürfnisse schlecht seien und ausgelöscht werden müssten. Gautama hatte diesen Weg als asketischer Yogi bereits ausprobiert. Nachdem er versucht hatte, all seinen Bedürfnissen zu entsagen (einschließlich des Bedürfnisses zu essen), fand er sich dünn und schwach und elend wieder &#8211; und kein Stück näher an der Erleuchtung, als er es gewesen war, nachdem er damit begonnen hatte (obwohl er nun wesentlich näher an Leichenhausen war).</p>
<p>Er brach sein Fasten, indem er eine Schüssel Reis von einem Milchmädchen annahm, die sie eigentlich als Opfergabe für einen der Götter zum Tempel bringen wollte. Erst, nachdem er sein natürliches menschliches Bedürfnis nach Essen erkannt und akzeptiert und seine natürliche Kraft wiedererlangt hatte, war er in der Lage, sich auf die Praxis einzulassen, die in seiner Erleuchtung gipfelte. Es wäre doch ziemlich unwahrscheinlich, dass solch eine Person predigte, natürliche Bedürfnisse an sich seien der Grund des Leidens.</p>
<p>Die dritte edle Wahrheit, die Aufhebung des Leidens, steht für das Handeln im gegenwärtigen Moment. Es ist nicht etwa so, dass wir uns zwingen müssten, unsere Begierden aufzugeben. Das würde nichts lösen und ist sowieso unmöglich. Sich selbst dazu zu zwingen, keine Begierden zu haben, ruft nur weitere Begierden ins Leben (schon mal angefangen mit der Begierde, nicht zu begehren). Oft hört man irgendwelche religiös angehauchten Typen sagen &#8220;Das Einzige, was ich begehre, ist Begierdelosigkeit&#8221;. Der einzige Zustand, in dem man nicht will, was man nicht hat, ist der Tod.</p>
<p>Du wünschst dir &#8216;nen Jaguar XKR, aber hast &#8216;ne Chevy-Shitbox (das ist &#8216;n Wagen, den Chevrolet vor einiger Zeit hergestellt hat &#8211; war zwar nicht besonders beliebt, aber &#8216;ne Menge Leute fahren mittlerweile einen). Wenn du zum Supermarkt willst, was macht dann mehr Sinn: rumzusitzen und dir zu wünschen, dass du den Jaguar hättest, oder in deine Scheißkarre zu steigen und tatsächlich zu fahren? Wenn du Wünsche hast, lass sie, wie sie sind, und tu, was zu tun ist.</p>
<p>Letztlich ist der edle achtfache Pfad die Wirklichkeit selbst. Im Einklang mit dem edlen achtfachen Pfad zu handeln, heißt, im Einklang mit der Wirklichkeit zu handeln. Und das ist&#8217;s auch schon.&#8221;</p>
<p>Auszüge aus „Hardcore Zen“ von Brad Warner, Aurum-Verlag</p>
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		<title>Schluss mit Zirkus</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jun 2011 20:48:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>„Schluss mit Zirkus – mein Wunsch: glücklich sein“ Das stand auf dem Zettelanhänger eines Luftballons, der kürzlich über unserem Garten zerplatzte. Und es passt sehr gut zum Thema Beziehungen, das die amerikanische Zen-Meisterin Joko Beck in ihrem Buch &#62; Zen im Alltag &#60; durchleuchtet.</p> <p>„Heute möchte ich über die Illusionen sprechen, die wir darüber haben, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Schluss mit Zirkus – mein Wunsch: glücklich sein“ Das stand auf dem Zettelanhänger eines Luftballons, der kürzlich über unserem Garten zerplatzte. Und es passt sehr gut zum Thema <em>Beziehungen</em>, das die amerikanische Zen-Meisterin Joko Beck in ihrem Buch &gt; Zen im Alltag &lt; durchleuchtet.</p>
<p><span id="more-262"></span>„Heute möchte ich über die Illusionen sprechen, die wir darüber haben, dass Beziehungen zu funktionieren hätten. Sie tun es nicht. Sie funktionieren einfach nicht. Es gab noch nie eine Beziehung, die gut ging. Das Leben kann natürlich gut gehen, aber nicht deshalb, weil wir meinen, wir müßten etwas tun, damit es funktionierte. In allem, was wir in bezug auf andere Menschen tun, liegt subtile oder weniger subtile Erwartung. Wir denken: »Irgendwie werde ich diese Beziehung schon hinkriegen, und dann werde ich bekommen, was ich will.« Wir möchten alle etwas von den Menschen, mit denen wir in Beziehung stehen. Niemand von uns kann sagen, dass wir von den anderen Menschen nichts wollen. Und selbst wenn wir Beziehungen aus dem Wege gehen, ist das nur eine andere Art, etwas zu wollen. Und so funktionieren Beziehungen einfach nicht.</p>
<p>Nun, was aber funktioniert? Das einzige, was funktioniert, wenn wir den Übungsweg wirklich gehen, ist der Wunsch, nichts für sich selbst zu haben, sondern alles Leben, auch individuelle Beziehungen, zu stärken und zu stützen. Nun mögt Ihr sagen: »Das klingt gut. Ich werde es tun.« Aber niemand möchte das wirklich tun. Wir möchten andere nicht unterstützen. Jemanden wirklich zu unterstützen, bedeutet, ihm alles zu geben und nichts zu erwarten! Das hieße, dem anderen Zeit, Arbeit, Geld, alles zu geben. »Wenn du es brauchst, gebe ich es dir.« »Liebe erwartet nichts.« Wir aber spielen ein anderes Spiel: »Ich werde mit dir sprechen, und dann wird unsere Beziehung besser sein«, was in Wirklichkeit bedeutet: »Ich werde mit dir sprechen, damit du weißt, was ich will.«</p>
<p>Die unterschwelligen Erwartungen, die diesem Spiel zugrunde liegen, werden die Beziehungen unausweichlich scheitern lassen. Wenn wir das wirklich erkennen, können manche von uns vielleicht den nächsten Schritt verstehen, sie werden eine andere Seinsweise erahnen. Ab und zu leuchtet es uns für einen Augenblick ein: »Ja, ich kann das für dich tun, ich kann dein Leben schützen und stützen, und ich erwarte nichts. Nichts.«</p>
<p>Meditatives Üben ist nicht irgend etwas Versponnenes, sondern ein Weg, der uns mit unserem eigenen Leben in Berührung bringt. Wenn wir auf dem Übungsweg voranschreiten, bekommen wir immer deutlicher die Vorstellung von dieser anderen Art zu leben und wenden uns allmählich ab von unserer egozentrischen Orientierung &#8211; nicht zu einer Orientierung hin, die sich auf den anderen zentriert (denn das wären wieder wir selbst), sondern zu einer vollkommen offenen Orientierung. Führt unser Übungsweg uns aber nicht in diese Richtung, dann ist er kein wirklicher Übungsweg. Wenn wir immer noch irgend etwas wollen, dann wissen wir, dass wir noch weiter üben müssen. Da niemand von uns irgend etwas anderes sagen kann, bedeutet das schlicht, dass wir alle weiter zu üben haben.</p>
<p>Wenn meine Grundorientierung nicht aus dem Übungsweg klar hervorgeht, dann übe ich nicht richtig. Doch kennen wir diese Grundorientierung, so werden wir genau wissen, worum es uns vor allem geht, und das wird sich auf jede Lebenseinzelheit auswirken, auf unsere Beziehungen, auf unsere Arbeit, auf alles. Wenn aus dem Üben nicht etwas entsteht, was mehr ist als das, was ich gerade will, was mein Leben angenehmer machen würde, dann ist es kein wirkliches Üben.</p>
<p>Doch wir wollen das Problem nicht zu sehr vereinfachen. Üben wir auf diese Weise za-zen, müssen wir zwei, drei Aspekte des Übens weiterentwickeln. Es ist bereits sehr wertvoll, in starker Konzentration zu sitzen. Doch wenn wir nicht aufmerksam sind, können wir gerade dieses Sitzen und Meditieren benutzen, um dem Leben zu entfliehen. Man kann die Kräfte, die sich daraus entwickeln, sogar auf recht ungute Weise einsetzen. Konzentration ist ein Aspekt des Übens. Wir betonen sie hier nicht, doch diese Fähigkeit muss in einem bestimmten Maß erworben werden. Die Vipassana-Technik (die ich vorziehe), und bei der man wahrnimmt, wahrnimmt, wahrnimmt, ist sehr sinnvoll, und ich glaube, dass sie sich als grundlegende Übung am besten eignet. (Vipassana bedeutet Einsicht, die durch reine Achtsamkeit auf das, was in Körper und Geist passiert, erreicht werden kann. Vipassana-Meditation wird praktiziert, um das Ende des Leidens zu verwirklichen, indem mit einem gewissen Grad an Sammlung die wahre Natur der geistigen und körperlichen Phänomene erkannt wird. Denn jeder geistige Zustand oder körperliche Vorgang besitzt die drei Daseinsmerkmale der Unbeständigkeit, Unzulänglichkeit und Unpersönlichkeit.) Wann immer wir in einer Beziehung ein Gefühl des Unbehagens haben &#8211; also an jenem Punkt, an dem die Beziehung uns nicht paßt -, sollten wir uns sofort fragen, was mit uns los ist. Wie können wir mit diesem Unbehagen übend umgehen? Ich will damit nicht sagen, dass man jede Beziehung für immer aufrechterhalten sollte, denn der Sinn einer Beziehung hat nichts mit der Beziehung selbst zu tun. Der Sinn einer Beziehung liegt in der größeren Kraft, die das Leben bekommt, wenn man sie als einen »Kanal« versteht.</p>
<p>Eine gute Beziehung läßt mehr Kraft ins Leben einfließen. Wenn zwei Menschen zusammen stark sind, kann das Leben sich stärker verwirklichen als durch zwei einzelne Menschen. Es ist, als hätte sich etwas Drittes, Größeres gebildet, das Kraft weiterleiten kann. Und genau das will das Leben. Es kümmert sich nicht darum, ob man in seiner Beziehung »glücklich« ist. Es sucht nach einem Medium, und dieses Medium muss stark sein. Wenn es nicht stark ist, wird das Leben es sobald wie möglich links liegen lassen. Dem Leben ist es egal, wie »angenehm« unsere Beziehungen sind. Es sucht nach Gefäßen für seine Kraft, damit es so gut wie möglich wirken kann. Um diese Wirkung geht es bei uns allen; das Drama, das sich zwischen mir und ihm und ihr abspielt, interessiert das Leben nicht. Das Leben sucht eine Ausdrucks möglichkeit und wird wie ein heftiger Wind an der Beziehung rütteln, um sie zu prüfen.</p>
<p>Wenn die Beziehung die Prüfung nicht aushält, muss sie entweder stärker werden, um zu bestehen, oder sie muss sich auflösen, damit aus den Ruinen etwas Neues und Junges erwachsen kann. Ob sie zerbricht oder nicht, ist nicht so wichtig wie das, was wir daraus gelernt haben. Viele Menschen heiraten beispielsweise, obwohl ihre Beziehung zu nichts dient. Damit möchte ich natürlich nicht sagen, dass nun alle ihre Ehen auflösen sollten. Wenn eine Beziehung nicht funktioniert, heißt das, dass beide Partner vor allem mit ihrem Ich beschäftigt sind: »Ich will &#8230; « oder »Das ist nicht gut für mich &#8230; « Wenn man sehr wenig will, dann ist die Beziehung stark und wird funktionieren. Nur daran hat das Leben Interesse. Als isoliertes »Ich« mit seinen ganz persönlichen Wünschen und Begierden ist man für das Leben bedeutungslos. Und alle schwachen Beziehungen geben ein Zeichen dafür, dass jemand darin etwas für sich persönlich will.</p>
<p>Es sind große Fragen, die sich hier erheben, und Ihr werdet vielleicht nicht mit allem übereinstimmen, was ich sage. Doch es ist so: Auf dem Zen-Übungsweg geht es darum, selbstlos zu sein, zu erkennen, dass man ein NichtSelbst ist. Das heißt nicht, dass man ein Nichts, wesenlos, sein sollte. Es bedeutet, sehr stark zu sein. Doch stark zu sein heißt nicht, starr zu sein. Eine gute Beziehung hat eine flexible Struktur und die Fähigkeit, Anstürmen standzuhalten und unversehrt zu bleiben, weiterzubestehen. Doch wenn Beziehungen vor allem aus »Ich will« bestehen, so ist ihre Struktur starr. Und sie können dem Druck des Lebens nicht standhalten und damit dem Leben nicht dienen. Das Leben will, dass die Menschen beweglich sind, damit es sie für das brauchen kann, was es vollbringen will.</p>
<p>Wenn wir unseren Übungsweg richtig erkennen, können wir beginnen, uns selbst kennenzulernen und zu erfahren, wie unsere störenden Emotionen unser Leben ruinieren. Wenn wir dann ganz langsam, Jahr für Jahr, üben, entwickelt sich unsere Stärke. Manchmal ist das ein sehr harter Weg. Sagt Ihnen irgend jemand etwas anderes, dann spricht er nicht von wirklicher Meditation. Wirkliche Meditation ist keineswegs etwas Rosiges, Angenehmes. Doch wenn wir uns ganz darauf einlassen, werden wir allmählich erkennen, wohin unser Weg geht, was wir anstreben, und wir beginnen zu sehen, wer wir sind. Deshalb wünschte ich, wir alle könnten unser Üben wirklich schätzen und richtig üben. Durch unser Üben biegen wir unser Leben nicht irgendwie zurecht. Das Üben ist die Grundlage. Ist sie nicht da, so ist nichts da. Betrachten wir also nüchtern, wie unser Üben im Augenblick ist. Und wer weiß, vielleicht ist auch einer von uns in einer Beziehung, die wirklich gut geht &#8211; eine Beziehung, die auf einer ganz, ganz anderen Basis steht. Es liegt an uns, diese Basis zu schaffen. Tun wir also einfach dies.“</p>
<p>Auszüge aus „Zen im Alltag“ Charlotte Joko Beck, Knaur Verlag</p>
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		<title>Sind wir noch zu retten?</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 10:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ho Tetsu</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Das Streben nach Macht, Reichtum, Ruhm oder sinnlichem Vergnügen macht das Leben sehr kompliziert und geht fast immer zu Lasten anderer. Frieden finden hat viel mit Einfachheit zu tun. Wenn der Geist zu verworren ist, zu viel Strategie bewältigen muss, haben wir kaum eine Chance auf Frieden. Die meisten von uns haben Familie oder leben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Streben nach Macht, Reichtum, Ruhm oder sinnlichem Vergnügen   macht das Leben sehr kompliziert und geht fast immer zu Lasten anderer. Frieden finden hat viel mit Einfachheit zu tun. Wenn der Geist zu   verworren ist, zu viel Strategie bewältigen muss, haben wir kaum eine  Chance auf Frieden.<span id="more-62"></span> Die meisten von uns haben Familie oder leben in  Partnerschaft mit  all ihren Schönheiten und Komplikationen. Viele  haben einen  anstrengenden Beruf, der auch sehr  interessant sein kann. Wir essen   und trinken und brauchen ein Dach über dem Kopf &#8211; daran ist ja nichts schlecht.</p>
<p>Problematisch wird es, wenn wir krampfhaft versuchen, noch  mehr zu  erreichen und anzuhäufen oder gar vorwiegend auf Kosten anderer  unsere  Ansprüche auszuweiten, nicht nur um unsere eigene Existenz zu  sichern,  sondern um unsere Träume zu verwirklichen. Und richtig leidvoll wird es,  wenn wir von unserer Gier und unserer Aversion  bestimmt werden oder  uns sogar noch auf Kosten der Umwelt, d.h. auf Kosten unserer Kindes  Kinder bereichern wollen.</p>
<p>Sind wir eigentlich noch zu retten? Ein Ausweg aus diesem Dilemma  lässt sich nicht im Äußeren, sondern  grundsätzlich nur in unserem  Innersten finden. Doch die Umsetzung  ist ein lebenslanger Prozess und  nicht selten ein Kampf gegen uralte  Gewohnheiten. Denn wir müssen unser  Verhalten immer wieder von neuem prüfen: Brauchen wir  all das  wirklich, wovon wir träumen, um glücklich zu sein. Geht es tatsächlich  nicht auch etwas einfacher?</p>
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		<title>Nur ein Wirbel im Strom</title>
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		<pubDate>Sat, 28 May 2011 13:10:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Es gibt keine unabhängigen substantiellen Wesenheiten, das heißt keine Dinge, die in sich selbst existieren. Über das „bedingte Entstehen“ sagt die Buddhalehre: »Weil dieses existiert, existiert jenes, und weil dieses entsteht, entsteht jenes.«</p> <p>Dies bedeutet: Alle konkreten Wesenheiten sind von verschiedenen Umständen bedingt und alle abstrakten Wesenheiten erhalten ihren Sinn durch gegenseitiges Aufeinander-Bezogen-Sein.</p> <p>Nehmen wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt keine unabhängigen substantiellen Wesenheiten, das heißt keine Dinge, die in sich selbst existieren. Über das „bedingte Entstehen“ sagt die Buddhalehre: »Weil dieses existiert, existiert jenes, und weil dieses entsteht, entsteht jenes.«</p>
<p><span id="more-195"></span>Dies bedeutet: Alle konkreten Wesenheiten sind von verschiedenen Umständen bedingt und alle abstrakten Wesenheiten erhalten ihren Sinn durch gegenseitiges Aufeinander-Bezogen-Sein.</p>
<p>Nehmen wir dazu mein eigenes Wesen als Beispiel. Gewöhnlich denken wir uns das Selbst als eine individuelle, unabhängige Substanz, als eine dauernde Existenz. Bei näherem Nachdenken sehen wir jedoch, dass dies nicht der Fall ist. Ich habe ein Photoalbum mit Bildern, die alle vier oder fünf Jahre seit meiner Kindheit bis zur Gegenwart gemacht wurden.</p>
<p>Wenn ich jetzt die Bilder betrachte, so erfüllt mich ein äußerst seltsames Gefühl. Es zeigt sich daran so ganz klar, wie dies menschliche Wesen, »Ich« genannt, in seiner Entwicklung eine stufenweise Veränderung erfuhr. Wie mit den Jahren Gesicht und Körper wechseln! Ich kann nur über dieses Wunder der Schöpfung staunen. Was aber bleibt innerhalb dieses ständigen Wandels?</p>
<p>Das Muttermal unter meinem Auge, meine besondere Kopfform, nur diese unbedeuten-den Tatsachen bleiben. Und wenn es wahr ist, dass ich nur das bin, was durch die Zeit hin fortdauert, dann ist dieses Muttermal und diese Kopfform das, was ich wirklich bin. Daher kann ich mich nur fragen, ob all diese Bilder vom selben Ich stammen oder nicht.</p>
<p>Doch nicht allein das Aussehen, sondern das, was in uns ist, wird ebenfalls stufenweise regeneriert und verändert. Auch was nicht auf dem Photo erscheint, unterliegt also einem Wechsel. Darüber hinaus hat sich das, was in meinem Kopfe vorgeht und »Ich« genannt wird, ebenfalls vom Säuglingsalter an über die Kindheit, die Jugend, bis weiter zu meinem mittleren Lebensalter hin radikal geändert. Und sogar dies gegenwärtige »Ich« ist ein nicht abreißender Strom von Bewusstsein. Betrachtet man ihn jedoch in einem gewissen Augenblick zu gegebener Zeit, so denkt man diesen Strom als ein Selbst.</p>
<p>In dieser Hinsicht sind wir als »Selbst« wie eine Kerzenflamme. Durch die Hitze zum Schmelzen gebracht, gibt das brennende Wachs vorübergehend an einem bestimmten Punkt sein Licht. Gewöhnlich bleibt die Stelle, die das Licht ausstrahlt, beständig und erscheint wie eine feste Form. Dieser scheinbar unveränderlichen Form haben wir den Namen »Flamme« gegeben. Was »Ich« genannt wird, ist der Flamme ähnlich.</p>
<p>Obwohl beide, Körper und Geist, ständig im Fluss sind, haben sie das Aussehen, als ob sie eine beständige Form wären, und wir beziehen uns auf sie als ein »Ich«. Daher gibt es in Wirklichkeit kein »Ich«, das ein »Klumpen« Substanz wäre: es gibt nur einen endlosen Fluss. So verhält es sich nicht nur mit dem fühlenden Wesen, »Ich« genannt, sondern mit allen Dingen.</p>
<p>Im Flusse der Unbeständigkeit ist unsere zeitliche Form gleich einem Wirbel im Strom. Obwohl das Wasser immer weiterfließt, zeigt sich der Wirbel, ebenso wie die Flamme der Kerze, in einer beständigen Form. Die Erscheinung dieser anscheinend beständigen Form, der verschiedene Bedingungen zugrunde liegen, nennt man die bedingte Entstehung.</p>
<p>Im Falle der Flamme ist es eine Entstehung, die von Dingen wie dem Wachs, der Temperatur und der Luft abhängt. Im Falle des Wasserwirbels bedingen die Ausdehnung und Geschwindigkeit der Strömung, die örtliche Lage und so weiter seine Existenz.</p>
<p>Nicht allein Dinge wie Wirbel und Flamme, sondern jedes Ding im Universum kann in ähnlicher Weise betrachtet werden. Wir, die wir im Zeitalter der Naturwissenschaften leben, können leicht verstehen, dass jeder Körper, so fest er aussehen mag, von der Flamme und dem Wasserwirbel nicht wirklich verschieden ist: seine Festigkeit ist einzig eine Frage des Aggregatzustandes.</p>
<p>Der Begriff von Unbeständigkeit kommt natürlich auch dem Ich (Ego) zu, das eine besondere Form bedingter Existenz darstellt. Der Buddhismus lehrt, dass unser egoistisches Anhaften am Ego, als einer Art von substantiellem Wesen, die Quelle aller Habsucht, allen Ärgers, Leidens und Streites ist. Daher ist es von äußerster Wichtigkeit, das Ego gründlich und neu zu durchdenken, nicht als eine substantielle, sondern als eine bedingte Existenz.</p>
<p>Wie stellen wir uns nun das Ego vor? Physiologisch gesehen, entsteht es aus der Vereinigung von Samen und Ei und kommt zu seiner gegenwärtigen Form durch das Zusammenspielen von Faktoren wie Temperatur, Feuchtigkeit, Ernährung und ähnlichem. Was formt also den gedanklichen (geistigen) Inhalt des Ich? Auch hier haben nicht wir das Ich gewählt, sondern einfach im Mutterleibe ohne unser Bewusstsein das Leben empfangen.</p>
<p>Von unseren Eltern haben wir bestimmte erbliche Charakterelemente erhalten und sind durch Zeit, Ort und Umstände beeinflusst worden, in die wir hineingeboren sind. Weiterhin wurden wir, ohne es wahrzunehmen, gemäß unserer Gesellschaft erzogen und verarbeiten die Erfahrungen im Zusammenhang mit unserer Umgebung. In dieser Weise wird durch das Zusammentreffen von zufälligen Faktoren das Bewusstwerden des Ich geformt.</p>
<p>So ist denn das Ego, weit entfernt davon, als »Klumpen« &#8211; als feste Sache &#8211; aufgefasst zu werden, einzig eine Kombination von Zufällen. Dieses Ich mag enttäuscht werden, aber auch die Enttäuschung ist nicht von Dauer; sie wird sich ebenfalls auflösen. Dies ist die Wirklichkeit des Lebens.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auszüge aus „Zen für Küche und Leben“ von Kosho Uchiyama Roshi, Angkor Verlag</p>
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		<title>Hirnforschung und Meditation</title>
		<link>http://www.zen-alltag.de/?p=187</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Apr 2011 11:29:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Die meisten Menschen wissen gar nicht, dass der allergrößte Teil des menschlichen Denkens ein subpersonaler Vorgang ist, so etwas wie Darmbewegungen, d.h. dieser ständige innere Monolog, dieses Geschichten erzählen, Assoziieren, Plappern, dieser Prozess ist automatisch, ständige Darmbewegungen im Gehirn. Eine interessante Vorstellung oder?</p> <p>Menschen, die meditieren, wissen darum und wollen oft eine Haltung des freundlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong>Die meisten Menschen wissen gar nicht, dass der allergrößte Teil des menschlichen Denkens ein subpersonaler Vorgang ist, so etwas wie Darmbewegungen, d.h. dieser ständige innere Monolog, dieses Geschichten erzählen, Assoziieren, Plappern, dieser Prozess ist automatisch, ständige Darmbewegungen im Gehirn. Eine interessante Vorstellung oder?</p>
<p><span id="more-187"></span>Menschen, die meditieren, wissen darum und wollen oft eine Haltung des freundlichen „Aha, so ist das also bei mir“ einüben, es also nicht weiter bewerten, was da so blubbert und plappert. Längst haben auch die Hirnforscher Spaß daran gefunden, Meditation zu untersuchen bzw. die Meditierenden in die berühmte Röhre zu schieben – neurologische Daten werden erhoben. Und sie haben herausgefunden, dass die Meditierenden durch eben dieses Meditieren allmählich die Struktur ihres Gehirns verändern und andere Bewusstseinszustände herbeiführen können.</p>
<p>Wer meditiert, wird mit der Zeit gelassener in seinem Tun. Die Gedanken und Gefühle, die den Kopf durcheilen und durchrasen, beruhigen sich. Meditation scheint den Menschen wieder zur Besinnung zu bringen. Auch unser Gehirn bleibt davon nicht unberührt. Hirnforscher haben herausgefunden, dass beim Meditierenden die graue Substanz zunimmt z. B. in Regionen die unsere Gefühle und und die Körperempfindungen steuern. Eine Stressminderung im Alltag ist die Folge. – Das reicht vielen Meditierenden aber nicht aus. Sie suchen mehr. Die Erleuchtung zum Beispiel oder das Einswerden mit allen Dingen, der Natur, dem gesamten Kosmos.</p>
<p>Für Hirnforscher setzen sich Gedanken und Gefühle aus Milliarden von Einzeleindrücken zusammen. Wir können sie nicht wollen. Sie sind wie Darmbewegungen, die automatisch ablaufen. Wobei unser Gehirn aber im Laufe der Evolution die Fähigkeit ausgebildet hat, die einzelnen Wahrnehmungspartikel zu Gesamteindrücken zu formen.</p>
<p>Bei Langzeitmeditierenden, z.B. bei tibetanischen Mönchen tritt diese Fähigkeit in besonderer Weise zu Tage. Bei erleuchteten Menschen, so die Hypothese der Hirnforscher, bleibe dann von den Gesamteindrücken nur noch ein großer Eindruck über: der von der Einheit allen Bewusstseins oder Seins.</p>
<p>Es geht in der Meditation um eine gezielte Transformation des Bewusstseins, damit der Mensch zu einem Gewahrsein aller inneren und äußeren Erscheinungen gelangt, die in jedem Augenblick integriert werden. Dies wird erreicht in Achtsamkeit – eine Art und Weise des konzentrierten Bewusstseins, in der es sich selbst und alle Außeneindrücke gleichzeitig wahrnimmt.</p>
<p>Die Hirnforschung macht deutlich, dass sich meditative Erfahrungen in uns, in unserem Bewusstsein ereignen. Die neurologischen Daten zeigen sich ausgesprochen kompatibel mit der buddhistischen Bewusstseinforschung, die ja schon einige Jahrtausende auf dem Buckel hat.</p>
<p><em>Auszüge aus der wdr5-Sendung &#8220;Diesseits von Eden&#8221; vom 17.04.2011</em></p>
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		<title>Nach uns die Sintflut?</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Mar 2011 09:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[01 - Aktuell]]></category>
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		<category><![CDATA[04 - Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Atomreaktor-Wahnsinn]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Japan durch Hiroshima längst Mahnmal für den Atombomben-Wahnsinn, wird nun wohl durch Fukushima auch zum Mahnmal für den Atomreaktor-Wahnsinn. WenigeTage nach dem schrecklichen Erdbeben mit folgendem Tsunami hat Fukushima die Illusion von sicheren Atomkraftwerken wohl auch für jene Atombefürwortern beendet, die Tschernobyl einfach verschlafen haben. Letztlich scheitert in Fukushima alles am Stromausfall.</p> <p>Gegen Stromausfall aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Japan durch Hiroshima längst Mahnmal für den Atombomben-Wahnsinn, wird nun wohl durch Fukushima auch zum Mahnmal für den Atomreaktor-Wahnsinn. WenigeTage nach dem schrecklichen Erdbeben mit folgendem Tsunami hat Fukushima die Illusion von sicheren Atomkraftwerken wohl auch für jene Atombefürwortern beendet, die Tschernobyl einfach verschlafen haben. Letztlich scheitert in Fukushima alles am Stromausfall.</p>
<p><span id="more-124"></span>Gegen Stromausfall aber sind europäische Atomkraftwerke keineswegs besser gesichert. Seit 14 Tagen erleben wir mit, wie unkontrollierbar und wie unbeherrschbar die Situation in einem Land wie Japan ist, wie würde so etwas in Drittweltländern aussehen, in die Atomanlangen so großzügig verkauft wurden?</p>
<p>Immerhin haben die Menschen in Baden-Württemberg jetzt die (Un)Verantwortlichen aus jener Verantwortung entlassen, die sie sowieso nie tragen konnten, da sie keine tragfähigen Antworten fanden. Aber reichen wird das noch nicht. Grundsätzlich ist zu fragen: Wie ist es möglich, dass wir überhaupt auf eine Technologie setzen, für die es weltweit keinen Versicherer mehr gibt, der dieses Risiko noch absichern würde. Wieso akzeptieren wir das? Wir, die wir uns zwingen lassen, jedes Moped zu versichern? Wie kann es sein, dass wir ohne akzeptables Endlager für den Atomabfall einfach weitermachen?  Brauchen wir nach Tschernobyl und Fukushima noch eine dritte Todeszone? Brauchen wir noch Politiker, die solche Endlager für kurzfristige Vorteile in Kauf nehmen?</p>
<p>Welche Deutung bleibt, wenn wir tiefer schauen? Die weiblichen Elemente Erde und Wasser sind in Aufruhr und Aufstand, Mutter Erde bebt und entzieht alle Geborgenheit. Das Wasser als Seelenelement wird wild und stürmt das Land, alles mit sich in Tod und Ruin reißend. Was sagen uns diese Zeichen, wo ist Japan in uns? – Die gesamte moderne Welt vergeht sich am Meer und seinen Bewohnern, quält Tiere in unbeschreiblichem Ausmaß . . .</p>
<p>Leben wir nicht alle nach der Devise „nach uns die Sintflut“? Wann hätte sich je eine Generation so an der Zukunft ihrer Kinder schuldig gemacht, ihnen solche Hypotheken hinterlassen? Wir machen auf unsere archetypisch männliche Macher-Art das Arbeitsklima immer krankmachender, das Weltklima immer verrückter, die Erde immer unbewohnbarer . . .</p>
<p>Dürfen wir uns andererseits wirklich über die Sintflut und den Aufstand der Erde beschweren? Sollten wir nicht vielleicht lieber anfangen, weitere Aufstände des mit Füßen getretenen weiblichen Pols überflüssig zu machen? Was soll noch passieren, was soll Mutter Erde und das Meer sich noch einfallen lassen, um uns zur Besinnung zu bringen?</p>
<p>Tatsächlich könnten sich bald auch die männlichen Elemente gegen uns wenden. Die weitgehend verlassenen Atomreaktoren von Fukushima könnten in ihrer Kernschmelze zu einem offenen Atomfeuer werden. Was dann? In diesem jetzt leider nicht mehr undenkbaren Fall, würde es  zur reinen Zeitfrage, bis auch das Luftelement zum Feind wird und der Wind Tokio zur Geisterstadt und Japan zur Toteninsel macht. Dann würden wohl auch die Chinesen und Russen durch ständige Atomwinde und –wolken in Mitleidenschaft gezogen…. Und die Welt würde langsam aber sicher verstrahlt.</p>
<p>Worauf warten wir also noch? Wir könnten jetzt im großen Stil anfangen, die Gesetze des Lebens zu verstehen und die Spielregeln zu beherzigen, wir könnten die Schatten konfrontieren – und jeder für sich und alle zusammen unsere seelische und geistige Energie auf wirkliche Lösungen richten. Würden wir nur alle Stand-by-Geräte abschalten, könnten allein in Deutschland zwei Atomkraftwerke eingespart werden. Wir könnten auf sauberen verantwortlichen Strom umsteigen, statt die Atomstromproduzenten EON, RWE und Co. weiterwurschteln zu lassen. Und vor allem: Strom ließe sich auf vielfältige Weise sparen.</p>
<p>In erneuerbare Energie wäre fast beliebig zu investieren. Es ließen sich bevorzugt erdölfreie Produkte verwenden etwa bei Putz-, Waschmitteln. Einheimische Bio-Produkte könnten Vorausdenker unterstützen. Qualität könnte generell Quantität ersetzen. Unerwünschte Zeitschriften, Kataloge lassen sich auch abbestellen statt einfach wegwerfen. Konsequente Mülltrennung spart auch Energie.</p>
<p>Spirituelle Aspekte könnten uns insgesamt weiterbringen. Wir könnten viel gewinnen durch Achtsamkeit auch bei den kleinen, unbedeutend erscheinenden Dingen des Alltags. Zen in der Kunst des alltäglichen Lebens. Dankbarkeit für das wundervolle Geschenk des Lebens auf unserer Erde und die Fragestellung: In welchen Bereichen meines Lebens kann ich mühelos auf vieles verzichten, alleine dadurch, dass ich achtsam und bewusst bin?</p>
<p>Die Augen lassen sich wieder für das Wunder der Schöpfung öffnen. Die Entschleunigung des Lebens kann auf vielen Ebenen helfen. Wesentliches wäre von Unwesentlichem zu unterscheiden. Sein statt Haben. Statt zu denken: Es ist ja nur ein Tropfen auf dem heißen Stein&#8230; Steter Tropfen höhlt den Stein! Wir können die Welt nicht verändern, wenn wir uns nicht ändern.</p>
<address><em>Auszüge aus einem offenen Brief von Dr. Ruediger Dahlke</em></address>
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