ZEN-IMPULS – 09. WOCHE

ZURÜCK IN DIE STILLE

In der Meditation geht es darum, unseren Geist so zu erfahren, wie er ist. Anstatt uns mit unseren Emotionen zu identifizieren, üben wir, diese Zustände auf eine freundliche Art und Weise zu beobachten. Wenn wir ganz bewusst unsere Gefühle akzeptieren, dann haben sie nicht mehr so viel Macht über uns.

Aus der Nähe betrachtet sind Emotionen keine konstante Geistesverfassung, sondern fließende Prozesse, die sich selbständig entwickeln, in ihrer Intensität verändern und sich schließlich wieder ganz verlieren. Alles kommt aus der Stille und geht zurück in die Stille.

Durch Meditation lernen wir, uns total zu entspannen und unseren Geist zu beruhigen, so dass er nicht mehr spontan auf alle Sinneswahrnehmungen reagiert. Im Idealfall können wir alles loslassen – sogar unsere Gefühle für Ort und Zeit – und uns ganz einer unendlichen Weite hingeben, die schon immer hinter all unserer ruhelosen Geschäftigkeit verborgen lag.

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Das Geheimnis des Zen

Zen ist an keine Philosophie, Weltanschauung oder Religion gebunden und kann daher auch von Nicht-Buddhisten erfahren werden. Zen gründet zwar im Buddhismus, vermittelt aber keinen Glauben, kein Dogma, kein theoretisches Wissen, sondern eine Lebenshaltung und einen Weg zur wahren Menschlichkeit. Die drei tragenden Säulen des Zen sind Meditation, Ethik und die von Weisheit durchdrungene Erkenntnis der Wirklichkeit.

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DER PFAD ZUR FREIHEIT

Buddha hat die Essenz seiner Lehre in den „Vier Edlen Wahrheiten“ und dem „Edlen Achtfachen Pfad“ zusammengefasst. Da die Ursachen des Leids nicht durch Gebote zu beseitigen sind, gab er seinen Anhängern konkrete Anleitungen und forderte sie auf, sich von deren Wirksamkeit selbst zu überzeugen. Der Pfad, den der Buddha als Leitlinie zur Befreiung vom Leid und zum Satori (Erleuchtung) beschrieben hat, besteht aus Hinweisen für eine ethische Lebensführung sowie praktischen Meditationsübungen zur geistigen Schulung.

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Vollkommen achtsam

Kreuzgang8Heutzutage begegnen wir dem Wort „Achtsamkeit“ auf Schritt und Tritt. Es ist fast schon zum Trend geworden. Dabei wissen die Wenigsten, dass dieser Begriff ebenso wie das „Hier und Jetzt“ erst mit dem Zen-Buddhismus vor nicht allzu langer Zeit zu uns in den Westen gekommen ist. Im Zen wird das Wort Achtsamkeit häufig so gebraucht, dass man achtsam gegenüber der Tätigkeit sein soll, die man gerade verrichtet. Ich bin ganz im Gehen oder ich bin achtsam in der Arbeit, beim Hoffegen, Fensterputzen oder beim Zuhören.

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Kann denn Liebe Sünde sein?

FreiheitFreiheitfreiSind Sexualität und Spiritualität vereinbar oder wirken sie nicht eher wie Feuer und Wasser? Der bekannte buddhistische Lehrer und praktizierende Frauenarzt Dr. Wilfried Reuter ist der Ansicht, dass spirituelles Wachstum und Sexualität miteinander vereinbar sind: „Wir sollten Sexualität nicht unterdrücken, sondern sie in unser Leben integrieren.“

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Hier scheiden sich die Geister

Steingarten2Eines Tages kam ein Bekannter zum griechischen Philosophen Sokrates gelaufen. „Höre, ich muss dir berichten, wie dein Freund….“ „Halt ein“ unterbrach ihn der Philosoph. „Hast du das, was du mir sagen willst, durch drei Siebe gesiebt?“ „Drei Siebe? Welche?“ fragte der andere verwundert. „Ja! Drei Siebe! Das erste ist das Sieb der Wahrheit. Hast du das, was du mir berichten willst, geprüft ob es auch wahr ist?“

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Die Wurzel allen Übels

WurzelWurzelWenn wir unser Leben betrachten, kann nichts von dem, was passiert, als zufällig bezeichnet werden. Jeder hat seinen eigenen Pfad der Entwicklung, und manchmal sieht es aus, als würden wir alle in verschiedene Richtungen gehen. Einige Leute sagen, sie seien auf der Suche nach Frieden oder Geistesfrieden, andere sagen, sie suchten Freiheit oder Befreiung. Einige von uns wollen sich wahrhaft unabhängig, bestätigt oder ermächtigt fühlen. Obwohl wir verschiedene Dinge sagen, suchen oder bemühen wir uns in Wirklichkeit um das Gleiche: Wir wollen frei sein vom Leiden.

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So und nicht anders

Strand-Buddha„Das Problem ist nicht etwa, dass wir natürliche Begierden und Bedürfnisse haben. Es ist vielmehr, dass wir ein zwanghaftes Verlangen danach haben, dass unser Leben etwas anderes sein sollte als das, was es tatsächlich ist.“ So der amerikanische Zen-Meister Brad Warner über die Ursachen des Leidens in seinem Buch >Hardcore-Zen<. Continue reading

LIEBE ERWARTET NICHTS

Es ist eine Illusion, dass Beziehungen zu funktionieren hätten. Sie tun es einfach nicht. Es gab kaum eine Beziehung, die wirklich gut ging. Das Leben kann natürlich gut gehen, aber nicht deshalb, weil wir meinen, wir müßten etwas tun, damit es funktionierte. In allem, was wir in bezug auf andere Menschen tun, liegt subtile oder weniger subtile Erwartung. Wir denken: »Irgendwie werde ich diese Beziehung schon hinkriegen, und dann werde ich bekommen, was ich will.«

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Hirnforschung und Meditation

Yoga-BuddhaDie meisten Menschen wissen gar nicht, dass der allergrößte Teil des menschlichen Denkens ein subpersonaler Vorgang ist, so etwas wie Darmbewegungen, d.h. dieser ständige innere Monolog, dieses Geschichten erzählen, Assoziieren, Plappern, dieser Prozess ist automatisch, ständige Darmbewegungen im Gehirn. Eine interessante Vorstellung oder?

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